Vertreterinnen der Eltern der Beckumer Kindergärten St. Sebastian, St. Stephanus und St. Martin im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum
Beckum. Von den Sorgen und Problemen rund um die Arbeitsbelastung der Erzieherinnen in den Kindergärten berichteten am Montag Vertreterinnen der Eltern der Beckumer Kindergärten St. Sebastian, St. Stephanus und St. Martin im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum (CDU). Als Hauptursachen für viele Probleme wurden die Unterfinanzierung der Einrichtungen von Seiten des Landes sowie die gewachsenen bürokratischen Aufgaben durch die Revision des Kinderbetreuungsgesetzes genannt.
Die Elternvertreter berichteten von erheblichen Mehrbelastungen und stressbedingter Erkrankungen der Erzieherinnen in den Einrichtungen. „Die Erzieherinnen in unseren Kitas geben Ihr Bestes für unsere Kinder, doch viele haben Angst, vor der Zukunft, weil zu wenig Geld für ausreichend Personal in den Gruppen da ist und die Sonderaufgaben stetig mehr werden.“ so die Elternvertreter.
Die finanzielle Unterversorgung der Kindergärten führe außerdem dazu, dass die Einrichtungen sich kaum noch Praktikanten leisten könnten, für die jetzt richtigerweise auch der Mindestlohn gelte. So die Elternvertreterinnen. „Wenn die Landesfinanzierung der Kindergärten nicht ausreicht, bekommen viele Praktikanten nicht ihr Anerkennungsjahr, und den festangestellten Erziehrinnen fehlt die wertvolle Unterstützung der Praktikanten in den Gruppen. Verlier sind letztlich wieder die Kinder.“ erklärt Henning Rehbaum, selbst Vater dreier Kindergartenkinder.
Wertvoll seien Fördervereine zur Finanzierung von sinnvollen Extras in den Kindergärten, waren sich alle Beteiligten einig. Für die Kosten des laufenden Betriebs allerdings müssten die Träger der Kitas eine ausreichende Finanzierung vom Land erwarten können.